| Anzahl Betriebe | Betriebsgröße
Sauen / Betrieb |
abgesetzte Ferkel / Sau je Jahr | Direktkostenfreie
Leistung, € / Sau |
| 1.097 | 167 | 23,49 | 134 |
| 197 | 201 - 300 | 23,91 | 164 |
| 60 | 301 - 400 | 24,38 | 176 |
| 27 | 401 - 500 | 24,09 | 225 |
| 7 | 501 - 600 | 23,54 | 192 |
Obwohl zwei zusätzliche Ferkel abgesetzt wurden liegen die Direktkostenfreien Leistungen (DKfL) fast 130 € niedriger als bei den Top-10-Betrieben nach DKfL. Der Schlüssel liegt hier in einem besseren Futtermanagement, das sich in Zeiten extremer Futterkosten auszahlt. Außerdem verkaufen diese Betriebe schwerere Ferkel zu höheren Preisen. Ins Auge fällt außerdem die etwas längere Nutzungsdauer der Sauen.
Ergebnisse in der Ferkelerzeugung 2007/2008 (Mittel der Erzeugerringdatenbank im Vergleich zu den 10 % besten Betrieben, sortiert nach Anzahl abges. sowie nach Direktkostenfreier Leistung je Sau und Jahr)
| 10 % Beste, sortiert nach | |||
| Ferkelerzeugung | Mittel | abgesetzte Ferkel | DKfL |
| Betriebe | 1.101 | 275 | 275 |
| Sauen je Betrieb | 167 | 230 | 221 |
| leb. Geb. Ferkel / Wurf | 11,9 | 12,9 | 12,3 |
| Würfe / Sau / jahr | 2,29 | 2,4 | 2,36 |
| abgesetzte Ferkel je Sau und Jahr | 23,1 | 26,9 | 25 |
| Saugferkel-Verluste, % | 14,8 | 13,3 | 13,7 |
| Ferkelerlös je kg, € | 1,6 | 1,66 | 1,71 |
| Ferkelgewicht bei Verkauf, kg | 30,4 | 30,1 | 30,6 |
| Sauenfutter je Sau, € | 329,4 | 341,25 | 305 |
| Sauenfutter je Sau, dt | 12,2 | 12,5 | 11,7 |
| Direkte Kosten je Sau, € | 1024 | 1109 | 966,49 |
| Direktkostenfreie Leistung je Sau, € | 137 | 262,46 | 394,31 |
| Remont. In % | 43,6 | 40,1 | 39,3 |
Hohe biologischen Leistungen sind somit kein Garant für gute ökonomische Ergebnisse!
In der Schweinemast sieht es nicht anders aus, wobei die Unterschiede in den Direktkostenfreien Leistungen gravierender sind. Die täglichen Zunahmen alleine sind kein Kriterium für den wirtschaftlichen Erfolg oder für den Wechsel der Genetik. Weitere Faktoren müssen einbezogen werden.
Trotz der fast 110 Gramm höheren täglichen Zunahmen sowie einer besseren Futterverwertung und weniger Ausfällen erzielen die10 % besten nach „täglichen Zunahmen“ sortierten Betriebe rd.16 Euro geringere Direktkostenfreie Leistungen.
Die Gründe: höhere Futter- und Ferkelkosten sowie ein geringerer Verkaufserlös.
(Mittel der Erzeugerringdatenbank im Vergleich zu den 10 % besten Betrieben, sortiert nach täglichen Zunahmen und Direktkostenfreien Leistung je 100 kg Zuwachs)
| 10 % Beste, sortiert nach | |||
| Schweinemast | Mittel | DKfL/100 kg Zuwachs | TZ |
| Betriebe | 2.571 | 257 | 257 |
| Anzahl verk. Mastschweine | 2282 | 2379 | 2497 |
| Verkaufserlös, €/kg Lebendgewicht | 1,19 | 1,25 | 1,18 |
| Mastbeginn, kg | 30,4 | 32 | 30,4 |
| Mastende, kg | 119,1 | 119,8 | 119,3 |
| tägliche Zunahme, g | 731 | 736 | 845 |
| Futteraufwand / kg Zuwachs, kg 1: | 2,94 | 2,89 | 2,81 |
| Verluste, % | 3,4 | 3,2 | 2,7 |
| Futterkosten, €/kg Zuwachs | 0,77 | 0,67 | 0,74 |
| Ferkelkosten, € / kg | 1,65 | 1,59 | 1,67 |
| Direktkostenfreie Leistung, €/100 kg Zuwachs | 22,66 | 39,78 | 23,64 |
Die Erzeugerringauswertungen über die letzten fünf Jahre zeigen, dass mit höheren biologischen Leistungen sowohl der Aufwand für die Tiergesundheit als auch für Wasser und Energie steigt. Eine Verbesserung des Tiergesundheitsmanagements und eine Optimierung der Energieeffizienz sind also Ansatzpunkte für die Erhöhung der Rentabilität.
Durch eine gemeinsame Erzeugerringdatenbank, die seit zwei Jahren auch Online zur Verfügung steht, werden neue Wege bei der Auswertung und Darstellung von Kontrolldaten aus den Erzeugerringen beschritten.
Dem ZDS ist kein europäisches Pendant bekannt. Als attraktives Medium wird die Datenbank die Standardisierung bei der Datenerfassung und Auswertung vorantreiben. Wünschenswert wäre eine Ausdehnung auf europäischer Ebene, um nicht mehr Äpfel mit Birnen vergleichen zu müssen.
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