ISN-News
08.02.2012
Schweinefleisch am häufigsten in Kühlhäusern eingelagert
Die gewerblichen Kühlhäuser in Deutschland sind gut ausgelastet, teilt der VDKL Verband Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen e.V. mit. Mit 74,4 Prozent im Jahr 2011 lag die Gesamtauslastung 3,9 Prozent über der durchschnittlichen Auslastung 2010. Damit hat sich der positive Trend stabilisiert. Bemerkenswert ist dies vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen innerhalb der Branche: Im vergangenen Jahr investierten VDKL-Mitgliedsunternehmen in erheblichem Maße in neue und moderne Logistikcentren. Deutschlandweit gilt: Die Kapazitäten wurden deutlich ausgebaut – und die Auslastung ist gleichzeitig gestiegen. Auch für die kommenden Jahre haben VDKL-Mitgliedsunternehmen Neuinvestitionen geplant.
Bei der durchschnittlichen Palettenbelegung im Jahr 2011 hatte Schweinefleisch mit einem Anteil von 14,5 Prozent an dritt-höchsten Anteil. Bezogen auf Fleisch, wurde Schweinefleisch am häufigsten eingelagert. Rindfleisch belegte nur 2,7 Prozent der Paletten.
07.02.2012
"Hinter dänischen Kulissen" - Geschichte der dänischen Schweinezucht
In der beigefügten PDF-Datei finden Sie den Artikel
Hinter dänischen Kulissen
aus dem Landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen-Lippe Nr. 4. Darin lesen Sie über die beeindruckende Persönlichkeit, Theodor Brinkmann, und seine Doktorarbeit aus dem Jahre 1906 über die
Entwicklung der Schweinezucht in Dänemark
. Diese Studie erregte seinerzeit enormes Aufsehen und machte deutlich, wie professionell damals schon die dänische Schweinezucht aufgestellt war und binnen weniger Jahre wichtige Produktionskennzahlen steigern konnte.
07.02.2012
Gülleausbringung: Sperrfrist beendet, Ausbringung bei gefrorenen Böden nicht erlaubt
Düngemittel mit wesentlichen Nährstoffgehalten an Stickstoff und Phosphat (auch Festmist) dürfen außerhalb der Sperrfrist nur ausgebracht werden, wenn der Boden aufnahmefähig ist, mahnt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
- Keine Ausbringung von Düngern mit wesentlichen Gehalten an Stickstoff und Phosphat bei durchgängig gefrorenem Boden, der tagsüber oberflächlich nicht auftaut.
- Keine Düngung, wenn die Böden durchgängig höher als 5 cm mit Schnee bedeckt sind.
- Keine Düngung auf überschwemmten bzw. wassergesättigten Böden.
Bei den zurzeit starken Nachtfrösten und Tageshöchsttemperaturen unter Null Grad ist eine Aufbringung von Düngemitteln nicht erlaubt. Aufgrund der Prognose des Deutschen Wetterdienstes für die nächsten Tage, wonach die Temperaturen weiterhin deutlich unter dem Gefrierpunkt liegen, ist nicht davon auszugehen, dass der Boden während des Tagesverlaufs oberflächlich auftaut. Verstöße gegen diese Regelungen der Düngeverordnung sind bußgeldbewehrt und Cross Compliance relevant, so die LWK Niedersachsen.
07.02.2012
EU-Schweinepreise: Hauspreise dt. Schlachtunternehmen trotz ausgeglichener Marktverhältnisse
Der EU-Schweinemarkt ist auch in der aktuellen Woche von einem knappen Angebot gekennzeichnet, das durch den Kälteeinbruch in ganz Europa noch verstärkt wird. In der Folge stiegen die Notierungen in den meisten Ländern weiter an bzw. stabilisierten sich auf dem erreichten Niveau. Das größte Plus mit einer Preissteigerung von 6 Cent gegenüber der Vorwoche konnte Frankreich verzeichnen. Hier hat sich die Nachfrage der Schlachtbetriebe in den vergangenen beiden Wochen deutlich verbessert, da der Drittlandsexport langsam wieder an Fahrt gewinnt. Auch in Spanien (+4 Cent), Dänemark (+3 Cent), den Niederlanden und Italien (jeweils +1 Cent) stiegen die Preise an. Österreich meldet wie Belgien eine unveränderte Notierung.
In Deutschland standen in der vergangenen Woche mancherorts nicht ausreichend Schweine für die Schlachtunternehmen zur Verfügung, obwohl einzelne Schlachter die Mengen bereits reduziert hatten. Vor dem Hintergrund, dass das knappe Angebot auch durch die tiefen Temperaturen und der damit verbundenen geringen Ausstallbereitschaft der Mäster zusammenhing, wurde der Markt als ausgeglichen eingeschätzt und keine Preiserhöhung gemeldet. Umso mehr verwundert das Vorgehen der großen Schlachtunternehmen, Hauspreise für diese Woche zu vermelden. Dem Vernehmen nach senken VION, DanishCrown, Tönnies und Vogler die Auszahlungspreise um -4 Cent.
Tendenz für den deutschen Markt:
Offensichtlich spekulieren die großen Schlachtunternehmen, dass sich durch die winterlichen Temperaturen ein Angebotsstau in den Mastställen aufbaut, in dessen Folge sie die Preise entgegen der Marktsituation drücken können. Demgegenüber steht jedoch das geringe Angebot an Schlachtschweinen in ganz Europa. Marktbeteiligte berichten, dass derzeit kaum Schweine zu Hauspreisen verkauft werden. Die eigentlich stabile und ausgeglichene Marktsituation ist durch diese Aktion dennoch stark verunsichert worden.
07.02.2012
EU-Länder setzen Gruppenhaltung von Sauen nur schleppend um
Ende 2011 waren 20 EU-Mitgliedstaaten noch nicht sicher, ob sie die geforderte Pflichteinführung der Gruppenhaltung von Sauen fristgerecht zum Jahreswechsel 2012/13 umsetzen können, teilt Agra-Europe mit. Das ergibt sich aus der Antwort von EU-Gesundheitskommissar John Dalli auf eine Anfrage von George Lyon, dem agrarpolitischen Sprecher der Liberalen im Europaparlament. Danach teilten bislang lediglich Großbritannien, Schweden und Luxemburg der Kommission mit, dass sie bereits komplett umgestellt hätten. Deutschland, Dänemark, Irland und Litauen gaben an, sie würden die Auflagen fristgerecht vollständig erfüllen. 16 andere Mitgliedstaaten hingegen konnten diese Frage noch nicht klar bejahen. Frankreich, Finnland, Malta und Portugal wiederum hatten zum 31. Dezember 2011 noch keine Daten geliefert. Lyon geißelte diesen Zustand.
Derzeit scheint es, als ob Mitgliedstaaten in der gesamten Gemeinschaft ihre Köpfe in den Sand steckten
, so Lyon. Sie legten die gleiche Selbstgefälligkeit an den Tag wie bei der Umsetzung der Legehennenrichtlinie.
Dalli unterstrich, dass man die Durchsetzung der Vorschriften als eine Priorität betrachte. Die Kommission werde die Situation über das gesamte verbleibende Jahr hinweg genau beobachten und mit den Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, um eine fristgerechte Umsetzung zu erreichen. Indirekt bestätigte Dalli jedoch das gleiche Dilemma wie mit dem Batterieverbot für Legehennen: Vor dem formellen Inkrafttreten der Gruppenhaltungspflicht für Sauen zum 1. Januar 2013 hat die Kommission keine rechtliche Handhabe, selbst wenn bereits im Vorfeld klar ist, das bestimmte Länder hinterherhinken. Inspektionsbesuche und Vertragsverletzungsverfahren können erst nach diesem Datum eingeleitet werden. Die ISN meint: Mit der Umsetzung der Gruppenhaltung von Sauen ab 2013 wird der gesetzliche Standard im Hinblick auf das Tierwohl bei der Haltung von Sauen deutlich angehoben. Auch in der Schweinemast werden Änderungen folgen. Gleichzeitig sind Tierwohllabel in der öffentlichen Diskussion. Auch die Schlachtunternehmen starten Initiativen für die Einführung von Tierwohllabeln, deren Anforderungen zum Teil deutlich über dem gesetzlichen Standard liegen. Können Sie sich vorstellen sich mit Ihrem Betrieb an einem Tierwohllabel zu beteiligen? Nehmen Sie an unserer aktuellen Umfrage teil!
06.02.2012
Kongress zum Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung
Der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung wird derzeit intensiv diskutiert. Auf einem Kongress mit dem Titel
Hohe Tiergesundheit bei minimalem Antibiotikaeinsatz
haben Wissenschaftler und Behördenvertreter an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover diskutiert, wie Antibiotikaanwendungen verringert werden können. Professor Dr. Thomas Blaha, Außenstelle für Epidemiologie der TiHo, sagte:
Antibiotika gehören zu unseren wichtigsten Mitteln, um Infektionskrankheiten zu bekämpfen. Für unsere und für die Gesundheit der Tiere müssen wir ihre Wirkung bewahren. Dafür sorgen wir aber nicht, indem wir nur die Menge der eingesetzten Antibiotika minimieren. Wir müssen in erster Linie die Tiergesundheit verbessern! Sind die Tiere gesund, sind auch weniger Medikamente erforderlich. Gute Konzepte für die Tierhaltung, in denen das Tierwohl und die Tiergesundheit an erster Stelle stehen, sind die Lösung, nicht das Beharren auf Grenzwerten.
Antibiotikaresistenzen sind seit langem bekannt und treten weltweit auf
, erklärte Professor Blaha weiter. Jede Antibiotikaanwendung führe zu einem Selektionsdruck – und das nicht nur bei dem Zielbakterium, gegen das das Antibiotikum eingesetzt wird. So haben viele Bakterien neben natürlichen Resistenzen auch Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt, ohne dass es bemerkt wurde. Auch viele nicht-pathogene Erreger, die zur natürlichen Bakterienflora der Tiere gehören, sind resistent gegen Antibiotika geworden. In den Niederlanden und Dänemark ist die Situation ähnlich wie in Deutschland – es wurden ebenfalls zunehmend resistente Erreger bei lebensmittelliefernden Tieren festgestellt. Professor Dik Mevius DVM, PhD, vom Central Institute for Animal Disease Control in den Niederlanden und Dr. Tim Petersen der Veterinär- und Lebensmittelbehörde in Dänemark, stellten jeweils die Situation in ihren Ländern vor und präsentierten die Maßnahmen, mit denen der Antibiotikaeinsatz verringert werden soll. In den Niederlanden handelt es sich um ein freiwilliges Programm, in Dänemark ist es staatlich organisiert.
Erfolgversprechend können nur Konzepte sein, die verbesserte Haltungsbedingungen zum Ziel haben, darin waren sich alle Referenten einig. Dazu gehören beispielsweise eine gute Impfprophylaxe, eine verbesserte Hygiene, ein gutes Betriebsmanagement oder die Anpassung der klimatischen Verhältnisse im Stall. So stellte Professor Blaha mit Dr. Peter Veltmann, praktizierender Tierarzt aus Vechta, eine Studie vor, in der sie in sieben schweinehaltenden Betrieben untersucht haben, wie sich der Antibiotikaverbrauch nach einer Impfung der Tiere gegen das PCV2-Virus entwickelt. Das PCV2-Virus ist ein Erreger, der nur bei Schweinen vorkommt und verschiedene Symptome hervorruft. In fünf der Betriebe konnte der Verbrauch um 50 bis 80 Prozent gesenkt werden. Die beiden Betriebe ohne Antibiotikareduzierung haben ihre Tiere jeweils von wechselnden Anbietern bezogen.
Die Untersuchungen zeigen
, so Blaha,
dass viele Parameter einbezogen werden müssen, und dass in diesem Fall eine Impfung allein nicht ausreicht, sondern zusätzlich ein gutes Management erforderlich ist.
Dazu passen die Ergebnisse von Stefan Wesselmann, praktizierender Tierarzt aus Wallhausen. Er hat die Antibiotikaanwendung in konventionellen und alternativen Schweinebeständen untersucht. Er berichtete, die Tiere würden sowohl in der konventionellen als auch in der alternativen Haltung erkranken und antibiotische Behandlungen erfordern. Allerdings gab es hinsichtlich der Kompetenz der Betriebsführung und des Impfstoffeinsatzes große Unterschiede zwischen allen untersuchten Beständen.
TiHo-Präsident Dr. Gerhard Greif zog das Schlussresümee:
Die Beiträge zeigen, dass die Betriebsgröße für den Einsatz von Antibiotika nicht ausschlaggebend ist. Die Professionalität der Betriebsführung und der tierärztlichen Betreuung sind entscheidend. Maßnahmen sind unter anderem die Verbesserung der Tierhaltung, die Hygiene und die Impfprophylaxe. Für alle gilt dasselbe Ziel: eine verbesserte Tiergesundheit, die in der Folge dazu führt, dass der Antibiotikaverbrauch gesenkt wird.
Mehr zum Thema Antibiotika lesen Sie unserem ISN-Kompakt
Tiergesundheit
.
06.02.2012
Dänemarks Landwirtschaftsministerin für effiziente Fleischkontrollen
Die Bedeutung von Lebensmittelkontrollen für den Verbraucherschutz hat Dänemarks Landwirtschaftsministerin Mette Gjerskow hervorgehoben, berichtet Agra-Europe.
Verbraucher müssen darauf vertrauen können, dass sie nicht krank werden, nur weil sie ein Stück Schinken, Steak oder Salami gegessen haben
, erklärte Gjerskow anlässlich einer europäischen Konferenz zur Lebensmittelsicherheit und Fleischkontrolle vergangene Woche in Kopenhagen. Die gründliche Überprüfung von Fleischprodukten im Schlachthaus sorge in der Regel für diese Sicherheit. Die dabei angewandten Methoden seien aber oft vor vielen Jahren eingeführt worden und bedürften einer ständigen Revision und Weiterentwicklung. Dabei müssten sich Wissenschaft und Kontrollorganisationen auf jene Bereiche konzentrieren, die das größte Gefahrenpotential für den Konsumenten mit sich brächten, verlangte die Ministerin. Dies würde sowohl den Verbrauchern als auch den Unternehmen im Fleischgeschäft zugute kommen. Als einer der weltweit größten Fleischproduzenten und -exporteure habe die Europäische Union zudem eine besondere Verantwortung bei der Definition von Kontrollstandards für Fleisch und Fleischprodukte. Diese würden häufig von Drittlandsstaaten übernommen und sorgten dadurch weltweit für mehr Sicherheit, stellte Gjerskow fest, so Agra-Europe.
06.02.2012
Rabobank erwartet festen EU-Schweinefleischmarkt
Die niederländische Rabobank prognostiziert in ihrem aktuellen Ausblick auf den Schweinefleischmarkt für die EU im ersten Halbjahr 2012 ein erhöhtes Preisniveau. Preisspitzen könnten die Linie von 1,75 €/kg durchbrechen. Die Notierungen werden demnach von einer stabilen Exportnachfrage, einem kleineren Angebot und einer möglichen weiteren Schwäche des Euro gestützt. Die Rabobank geht davon aus, dass die Zahl der Sauen in der EU im Dezember 2011 um 9% unter dem Vorjahresbestand lag. Die Ausfuhren an Schweinefleisch stiegen jedoch von Januar bis November 2011 um 21%, vor allem nach Südkorea, China, Weißrussland und Hongkong. Bei stabilen bis leicht fallenden Futterkosten sieht die Rabobank gute Perspektiven für eine Verbesserung der Erlössituation der Mäster. Auch in diesem Jahr sind die Exportaussichten positiv. Die Einfuhren Chinas werden zwar voraussichtlich um 18 bis 35% schrumpfen, dies jedoch ausgehend von einem sehr hohen Niveau nach dem Anstieg des Vorjahres um 80 bis 90%. Der chinesische Importbedarf von 0,8 bis 1 Mio. Tonnen dürfte daher die treibende Kraft bei den weltweit festen Schweinefleischpreisen bleiben. Unsicherheiten für den Markt gehen von Tierseuchen und der Euro-Krise aus. Nach Darstellung der Rabobank gibt es weiter klare Anzeichen für das Auftreten der Maul- und Klauenseuche in China. Russland bekommt zudem die Afrikanische Schweinepest nicht unter Kontrolle. Von Januar bis Oktober 2011 wuchsen die russischen Importe um 5,8 Prozent auf 597.000 Tonnen Schweinefleisch. Die Einfuhren werden voraussichtlich zunächst auf dem bisherigen Niveau fortgeführt. Erst gegen Ende des Jahres dürfte die Verkleinerung der Importquote von 472.100 auf 400.000 Tonnen spürbar werden. Ein Experte der Rabobank, Albert Vernooij, wird auch bei der ISN-Mitgliederversammlung dabei sein. Mit weiteren Vertretern der Schweinebranche wird er bei der Podiumsdiskussion am 21.02.2012 in Onsnabrück über das Thema
Selbstversorgungsgrad zwischen 80 und 160% - wie geht es weiter mit der
Schweineproduktion in Deutschland?
diskutieren. Nehmen Sie dazu auch an unserer Frage der Woch teil:
Export: Fluch oder Segen?"
06.02.2012
AutoFOM beim Westfleisch-Schlachtbetrieb in Coesfeld wieder in Betrieb
Die Westfleisch hat bekannt gegeben, dass die AutoFOM-Anlage im Schlachtbetrieb Coesfeld seit dem 24.01.2012 wieder in Betrieb ist und die dort ermittelten Messwerte wieder zur Abrechnung mit den Landwirten eingesetzt werden. Nach diversen Unstimmigkeiten hatten das LANUV NRW und das zuständige Eichamt dem Klassifizierungsgerät im Dezember die Eichung entzogen. Nach der Wiederzulassung durch die Obereichsdirektion Köln im Auftrag der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB) wird das AutoFOM-I-Gerät jetzt wieder im Normalbetrieb eingesetzt. Die Westfleisch hat angekündigt, die Vorkommnisse der letzten Wochen im Rahmen der in Kürze an vier Standorten stattfindenden
Westfleisch-Tage 2012
zu erläutern.
03.02.2012
Niederländischer NVV-Referenzpreis für Schlachtschweine und Ferkel für die 6. KW 2012
Die Interessengemeinschaft der niederländischen Schweinehalter (Nederlandse Vakbond Varkenshouders, NVV) hat den niederländischen Referenzpreis für Schlachtschweine für die 6. KW 2012 auf 1,54 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht festgesetzt. Das ist gegenüber der Vorwoche +1 Cent. Dieser Referenzpreis versteht sich als Preis, den niederländische Erzeuger in der genannten Kalenderwoche beim Vermarkten ihrer Schlachtschweine erzielen wollen. Er ist ein
Ab-Hof-Preis
und gilt für den Standard von 90 Kilogramm Schlachtgewicht, Typ A bei 56% Muskelfleischanteil (MFA), zzgl. Mwst. Die NVV hat die Ferkelnotierung für die 6. KW 2012 auf 52,00 Euro festgesetzt. Das ist + 1,50 Euro gegenüber der Vorwoche. Diese Notierung gilt zzgl. Mehrwertsteuer und bezieht sich auf eine 200er Verkaufspartie, 25 kg und mittlere Qualität. Die NVV hat mit Wirkung zum 01.01.2012 die Referenzpreise für Schlachtschweine und Ferkel umgestellt. Die Preise werden nicht mehr wie bisher incl. Mwst., sondern jetzt zzgl. Mwst. ermittelt. Durch diese Notierungsumstellung ergibt sich bei den Mastschweinen eine Preisdifferenz von 10 Cent und bei den Ferkelpreisen von 2,50 Euro gegenüber den Preisen des vergangenen Jahres.
03.02.2012
EuroTier 2012: große Ausstellernachfrage - auch ISN wieder vor Ort!
Große Ausstellernachfrage für die EuroTier 2012-DLG erwartet weit über 2.000 Aussteller aus aller Welt – Vom 13. bis 16. November 2012 in Hannover
Für das vom 13. bis 16. November 2012 in Hannover stattfindende weltweite Top Event für die Tierhaltungsprofis, die EuroTier, zeichnet sich eine außerordentlich hohe Ausstellerbeteiligung aus dem In- und Ausland ab. Nach Angaben des Veranstalters DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) deutet das bisherige Anmeldeergebnis mit mehr als 1.400 Unternehmen darauf hin, dass zur Veranstaltung im November mit weit über 2.000 Ausstellern gerechnet werden kann. Alle weltweit führenden Anbieter von Technik für die moderne Tierhaltung werden innovative Lösungen und umfassende Informationen über Neuheiten und Trends auf dem Messegelände in Hannover präsentieren. Bereits das bisherige Anmeldeergebnis ist, so EuroTier-Projektleiter Dr. Schlösser, ein deutliches Zeichen für die herausragende Stellung der EuroTier als internationale Leitmesse für die moderne Tierhaltung. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass schon 200 Neuaussteller registriert werden können. In 2010 informierten sich auf der EuroTier über 145.000 Fachbesucher, darunter 24.000 aus dem Ausland, bei mehr als 1.900 Ausstellern aus 49 Ländern.
Für alle Ausstellungsbereiche kann nach Angaben des EuroTier-Projektleiters gegenüber den Vorjahren ein Wachstum verzeichnet werden, was sich in einem vollständigen Angebot sowohl im Schweine- und Rinderbereich als auch im Geflügelbereich mit der
World Poultry Show
niederschlägt. Auch für die
BioEnergy Decentral
kann ein ausgezeichnetes Ausstellerinteresse registriert werden.
Erneut bpt-Kongress mit
Fachmesse Veterinärmedizin
Zum nunmehr dritten Mal wird der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) seinen Jahreskongress sowie die dazu gehörende Fachmesse
Veterinärmedizin
zeitlich überlappend mit der EuroTier auf dem Messegelände in Hannover organisieren. Die Rekordbeteiligung von Tierärzten sowohl beim bpt-Kongress als auch auf der EuroTier bei der letzten Veranstaltung in 2010 unterstreicht deutlich die Synergien. Für die Tierärzte sind beide Veranstaltungen mit ihren spezifischen Informationsangeboten unverzichtbar und mit nur einer Anreise erreichbar. Zukunftsforum rund um die professionelle Tierhaltung
Die EuroTier ist das wichtigste Zukunftsforum rund um die professionelle Tierhaltung. Hier werden traditionell sowohl Techniktrends aufgezeigt als auch alle wichtigen Fragen der modernen Tierhaltung und Tierzucht behandelt. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Beratung, Verbänden und Organisationen wird die DLG auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches Fachprogramm als Ergänzung zum Angebot der Aussteller präsentieren. Hierzu zählen internationale Fachtagungen und Events sowie tierartenspezifische Forumsveranstaltungen zu aktuellen Trends und wichtigen Branchenentwicklungen.
Auch die ISN wird wieder vor Ort sein. Nutzen Sie die Gelegenheit und suchen Sie das Gespräch mit den Schweinehaltern. Deshalb jetzt schon das Datum vormerken: 13. bis 16. November 2012 in Hannover. Halle und Standnummer werden wir Ihnen in gewohnter Weise rechzeitig mitteilen.
03.02.2012
Niederländische Regierung widerspricht Vorwürfen von Tierschützern
Die Niederlande fördern zwar mit Steuergeldern den Export von Fachwissen und Technik für die intensive Tierhaltung in Mittel- und Osteuropa, unterstützen aber damit nicht die dortige Errichtung von
Megaställen
, teilt Agra-Europe mit. Das hat der im Wirtschaftsministerium für Landwirtschaft zuständige Staatssekretär Henk Bleker vergangene Woche in Reaktion auf entsprechende Vorwürfe der Tierschutzorganisation Wakker Dier klargestellt. Die intensive Tierhaltung sei in den ehemaligen Ostblockländern bereits weit verbreitet; die niederländische Regierung habe dort vorwiegend die Modernisierung von Stallgebäuden und die Personalausbildung unterstützt, räumte der Staatssekretär in einer Pressemitteilung ein. Ob die industrielle Tierproduktion dort weiter Bestand haben solle oder nicht, müssten aber die jeweiligen Regierungen entscheiden. Bleker stimmte der Forderung der Tierschutzorganisation zu, dass der niederländische Staat keine Investitionen in Produktionsanlagen unterstützen dürfe, die nicht den niederländischen oder den europäischen gesetzlichen Vorgaben entsprächen. Dies werde im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für Förderanträge überprüft. Die übrigen Schlussfolgerungen von Wakker Dier seien allerdings realitätsfern: Beispielsweise sei nicht wahr, dass Dutzende Millionen Euro pro Jahr in mittel- und osteuropäische Tierhaltungsprojekte geflossen seien; in den Jahren 1990 bis einschließlich 2008 sei lediglich ein Gesamtbetrag von 39 Mio Euro für diesen Zweck ausgeben worden. Außerdem habe die Regierung damit nicht die ausländische Konkurrenz zu Lasten der heimischen Landwirte gestärkt, sondern die regionale Wirtschaft sowie die dortige Wettbewerbsposition des niederländischen Agribusiness. Bleker trat auch dem Vorwurf entgegen, dass als Folge der staatlichen Förderung die ausländischen lokalen Märkte gestört worden seien. Vielmehr würden die niederländischen Hilfen in den betreffenden Ländern den Übergang zur Marktwirtschaft begünstigen, so Agra-Europe weiter.
03.02.2012
China senkt Abhängigkeit von Schweinefleischimport
China wird weniger Schweinefleisch importieren, auch wenn Krankheiten wie die Maul-und-Klauenseuche (MKS) nach wie vor die Versorgung beschränken, berichtet Dow Jones mit. Das teilte die auf das Agribusiness spezialisierte Rabobank in einer am Mittwoch veröffentlichen Analyse für Investoren mit. Nachdem China im Jahr 2011 die Einfuhr von Schweinefleisch um 80 bis 90 Prozent steigerte, gewinne nun die Inlandsproduktion an Fahrt. Das wiederum trage zur Preissenkung im Binnenmarkt und zu einem niedrigeren Importbedarf bei, resümiert die Bank.
Prozentuale Angaben zu den voraussichtlichen Rückgängen bei den Einfuhren von Schweinefleisch allein macht die Bank nicht. Die Importe von Fleisch und Innereien zusammen genommen sollen jedoch auf Jahressicht um 18 bis 35 Prozent zurückgehen. 2011 hat China laut Rabobank rund 360.000 bis 380.000 Tonnen Schweinefleisch importiert. Die USA allein lieferten davon 200.000 Tonnen und damit fünfmal so viel wie im Vorjahr. Das Analystenteam der Rabobank weist außerdem darauf hin, dass Ausbrüche von Tierseuchen das Bestandswachstum nach wie vor bedrohen. In den chinesischen Schweinebeständen ließen sich klare Anzeichen von MKS erkennen, schreiben die Experten. Dennoch hätten sich die Bestände in der Volksrepublik vergrößert. Sie zählten im November 2011 rund 475 Millionen Schweine. Das seien etwa 5 Prozent mehr als Ende 2010. Gegenüber 2009 ergibt sich nach Berechnungen der Rabobank ein Wachstum um 2 Prozent, so Dow Jones weiter.
02.02.2012
Danish Crown will in Essen Schlachtzeiten ausweiten
Das dänische Schlachtunternehmen Danish Crown plant, am früheren D&S-Schlachthof in Essen (Oldb.) die Schlachtzeiten auszuweiten. So soll zukünftig bereits am Sonntagabend um 22 Uhr statt wie bisher am Montagmorgen um 5.30 Uhr mit der Schlachtung begonnen werden. Aber auch an den anderen Wochentagen soll die Schlachtung bereits abends um 22 Uhr starten. Ein entsprechender Genehmigungsantrag ist bereits beim Gewerbeaufsichtsamt in Cloppenburg gestellt worden. Danish Crown will durch diese Maßnahme eine längere Verweildauer der Schweinehälften im Kühlhaus bis zur Zerlegung erreichen. Damit soll der Kühlprozess optimiert werden und eine höhere Qualität und Stabilität im Zerlegeprozess erzielt werden. Außerdem erwartet Danish Crown eine reibungslosere Anlieferungssituation mit entsprechend kürzeren Wartezeiten.
02.02.2012
Niedersachsen fördert Beratung zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes
Niedersachsen fördert Beratung zur Minimierung des Antibiotika Einsatzes sowie zur Verbesserung des Tier-, Natur- und Klimaschutzes in der Landwirtschaft.
Niedersachsen geht in der Beratungsförderung neue Wege, teilt das niedersächsische Ministerium für Landwirtschaft mit. Ab sofort können Landwirte für eine qualifizierte Beratung zu ausgewählten Themen einen Förderzuschuss beantragen und zwar für neue Herausforderungen im Tier-, Natur- und Klima-schutz. Diese Themen stehen im gesellschaftlichen Fokus und auf der Tagesordnung vieler Landwirte. Welchen Weg kann also der einzelne Betrieb gehen, um konkrete Fortschritte zu erreichen?
Minister Lindemann sieht ein erhebliches öffentliches Interesse darin, dass die Landwirtschaft innovative Praktiken zur Verbesserung des Tier- und Umweltschutzes verstärkt umsetzt. Daher fördert das Land jetzt Betriebe, die eine spezielle Beratung zur Anpassung an den Klimawandel und zur Abschwächung seiner Folgen, zu umwelt- und tiergerechten Verfahren in der Nutztierhaltung einschließlich eines verminderten
Antibiotikaeinsatzes oder zum Erhalt der biologischen Vielfalt in der Kulturlandschaft in Anspruch nehmen. Dabei ist Spezialwissen gefragt, und dies soll mit Hilfe der gezielten Förderung schneller von der angewandten Forschung auf die Betriebe gebracht werden.
Die gut ausgebildeten niedersächsischen Landwirte sind prädestiniert dafür, auf dem Weg der
Wissensumsetzung
eine Vorreiterrolle in Deutschland zu übernehmen und so den Ansprüchen an eine effiziente, nachhaltige Landwirtschaft in besonderer Weise gerecht zu werden, ist Lindemann überzeugt.